Von Miethaien und Studentenklos

Aus dem Kampf heraus gegen Spekulation und Wohnraumvernichtung entstand 1989 das Erlanger Bismarckstraßenfest. Die "B26" war damals ein traditionsreiches Haus für Groß-WGs und stadtbekanntes „Politikum“.

Einmal im Jahr erobert sich die linke Szene in der kleinen mittelfränkischen Großstadt Erlangen die Straße zurück - mit dem Bismarkstraßenfest, das mittlerweile drei Tage lang tobt.

Ob es fast schon „volkstümlichen Charakter“ hat, wie die bürgerliche Tagespresse kommentiert, mögen die Besucher:innen entscheiden. Der historische Ursprung des Festes allerdings liegt im Kampf gegen Wohnraumvernichtung und Spektulantentum in den 1980er und 90er Jahren. Im Zentrum der Auseinandersetzung:

Das Anwesen an der Bismarkstraße 26, kurz B26, ein traditionsreiches Haus für Groß-WGs, ein stadtbekanntes „Politikum“. Die politische Agenda des Erlanger Bismarckstraßenfestes wurde im Verlauf der Jahrzehnte immer wieder erweitert. So wurde das Fest im Kleinen zu einem Spiegelbild der aktuellen linken Debatten im Großen.

Dieter war ein langjähriger Aktivist der Erlanger autonomen Szene. Er verstarb vollkommen unerwartet im Jahr 2025. Ihm und der linken Szene ist diese Sendung der Zwischenfälle gewidmet.

Bildstrecke

    Einladung

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    Einladungsflyer zum Abschiedsfest der B26 (1994)

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    Ya Pasta

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    Solidarität aus Italien: Versorgungsstand Ya Pasta.

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    Wohnungslos

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    Dieter als Wohnungsloser (1994)

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    Besetzung

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    Artikel der EN über die symbolische Besetzung der B26 (1994)

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    Miethai

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    Dieter als "Miethai". (Straßenperformance 1993)

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Quellen

  • Wie alles begann
    Die Geschichte des Bismarkstraßenfestes
    Veröffentlicht am 22. August 2017 
    https://bismarckstrassenfest.de/wie-alles-begann/ (03.04.2026)
     
  • Flugblatt des Komitees „Paläste für Alle“
    Wohnungsnot und hohe Mieten
    V.i.S.d.P.: A. Weiterstadt, Nürnberger Str. 77, 8520 Erlangen
     
  • Flugblatt der MieterInneninitiative gegen Spekulation und Wohnraumvernichtung
    Erhaltungssatzung gekippt: Hilfe – Schwabing kommt!
    V.i.S.d.P.: Wolfgang Most, Bismarckstr. 26, 8520 Erlangen
     
  • Bismarckstr. 26: „Ambiente“ statt Wohngemeinschaft, in: Was Lefft, Mai/Juni 1993, Nr. 139
     
  • Gewerbeeinheit statt Wohngemeinschaft ... und die späte Erkenntnis der FDP, in: Was Lefft, Sept./Okt. 1993, Nr. 141
     
  • Christine Remos: Billiger Wohnraum wegsaniert. Zweckentfremdungsverordnung mehr als löchrig, Uni-Magazin, November 1993
     
  • Christiane Kolbet: „Ich möchte in dieser Stadt nicht begraben sein.“ Lotte Ansbacher, ein jüdisches Leben in Erlangen gestern und heute, in: Raumzeit, Teil 1 und 2, Febr./März 2002
     
  • Hausbesetzung friedlich beendet, Erlanger Nachrichten, Anfang Oktober 1994
     
  • Nasenspitze Berlusconis als Ziel für Gratisrotwein, Erlanger Nachrichten, Juli 2002
     
  • Manche Schriftstücke, wie z.B. der Briefverkehr zwischen den Anwältinnen oder der private Brief über die ersten Aktionen rund um die B26, sind einem privaten Aktenbestand entnommen, der die Auseinandersetzungen in den 1980er und 1990 Jahren dokumentiert.
     

Danksagung

Musik:

  • Sound of Freedom - Classic Funky Music
  • LaMa – LaMarcia
  • Crowander - Sloopy
  • Crowander - Staccatos
  • Patrick Kilpatrick - Your Frigid Politeness
  • Zane Little - Starlight City
  • Vlad Annenkov - Rock at the Stadium, Victory, Champions _Rise of the Brave_.
  • Yuri Megis - Office Party Funk 
  • Serge Quadrado - Technocrat
  • Serge Quadrado - Enemy Place
  • Mr Smith - Punk Rock Holiday
  • Shake That Little Foot -  Scotland the Brave

SprecherInnen:

  • Markus Hepp
  • Juliane Schröter
  • Martina Fries